Das Ende der Schwelmer Brauerei in X Akten: I. Drama, Krimi oder Provinzposse

Mit dem Ablauf des heutigen Tages enden über 180 Jahre Brautradition in Schwelm. Ob es noch einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt, den man dann wohl eher als Neubeginn oder Auferstehung bezeichnen sollte, sei dahingestellt. Jetzt ist die Zeit, die Umstände des Todes der Brauerei ein wenig zu beleuchten.

Fest steht, dass es kein normaler Tod ist, wie ihn viele Unternehmen überall und immer wieder erleiden. Auch Altersschwäche scheidet definitiv aus. Wenn man heute in der Fußgängerzone eine Umfrage machen würde, wäre das Urteil wohl klar: Mord!

Das wäre sicher ein voreiliges Urteil, getragen von dem Emotionen der aktuellen Ereignisse und der Bedeutung des heutigen Tages. Ebenso in Erwägung ziehen sollte man Totschlag, aktive Sterbehilfe, unterlassene Hilfeleistung und Selbstmord. Je nachdem, welchen der zahlreichen Beteiligten man betrachtet, kommen wohl mehre Tatbestände in Betracht. Und natürlich auch Aufruf zu bzw. Beihilfe zu allen einzelnen Delikten.

Normalerweise legt man sich vor dem Schreiben einer Geschichte fest, was es werden soll. Vieles spricht in diesem Fall für einen Krimi. Es gibt aber durchaus auch Aspekte, die an ein Drama oder eine Provinposse erinnern. Auch ein Sachbuch, das sich mit der Praxis im Insolvenzverfahren beschäftigt, könnte es werden. Und manche Erlebnisse haben durchaus etwas Humoristisches, er muss nur schwarz genug sein.

Bei diesem explosiven Mix machen wir es einfach anders. Wir sammeln erst einmal, recherchieren und schreiben. Wie wir das Kind dann nennen, entscheiden wir später. Vielleicht schaffen wir gar eine neue Literaturform …

Im nächsten Akt: Die Personen

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Eine Antwort auf Das Ende der Schwelmer Brauerei in X Akten: I. Drama, Krimi oder Provinzposse

  1. Alex Sell sagt:

    Brauereigelände bebauen?

    Was hat denn der Rat der Stadt da für eine Vorlage der Verwaltung bekommen? In welchem Verwandschaftsverhältnis stehen die Eltern des Verwaltungsbeamten zueinander, der sich das ausgedacht hat???

    Das Gelände steht voller denkmalgeschützter Bauwerke – es ist der Wohnbebauung gar nicht zugänglich – und selbst wenn: Der Denkmalcharakter ist (auch) im Gesamtkomplex zu sehen, nicht allein im Einzelgebäude. Zusätzliche Wohngebäude würden das Gesamtdenkmal erheblich beschädigen..!

    Hoffen wir, daß bei der Zwangsversteigerung keiner bietet, weil Bier Schneider und Veltins ja auch nur ganz kurz an der Schwelmer Brauerei Interesse hatten. Dann kann vielleicht die Genossenschaft als Monopolist in der Versteigerung ein Schnäppchen machen und es geht doch noch weiter.

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