Letzte Flaschenpost von Yvonne!

Hallo liebe Freunde des guten Biergeschmacks,
ich werde mich mit meiner letzten Flaschenpost aus diesem Projekt verabschieden.
Die Genossenschaft ist gegründet und wird von dem ZDK weiterhin betreut.
Mit allen Fragen stehen die Rechtsanwälte der Genossenschaft beratend zur Seite.

Für mich wird es Zeit zu gehen. Mein persönliches Resümee:

Ich kam nach Schwelm, um dem Betriebsrat beratend zur Seite zu stehen. Die Schließung der Brauerei wurde ausgesprochen. Mein Ziel war es, die Mitglieder des Betriebsrat zu stärken und Wege des Handelns aufzuzeigen. Wir haben gemeinsam entschieden uns an die Öffentlichkeit zu wenden. Es entstand der offene Berief an die Bevölkerung Schwelms und der Umgebung.

Mit diesem offenen Brief haben wir eine Lawine ausgelöst, die man so nicht vorhersehen konnte.

Wir haben viel bewegt in dieser Zeit. Die Gruppe der Unterstützer wuchs von Tag zur Tag und mancher Besen musste verspeist werden.

Mein Dank geht hier besonders an Dany und alle Admins, die Tag und Nacht diese Seite betreut haben. Ihr wurdet kreativ und habt Kräfte entwickelt, die einmalig waren und immer noch sind. Jeder von Euch war in diesen Tagen wichtig. Die Menchen die Fleyer verteilt haben, genauso wie die Menschen, die für dieses Ziel gesungen, Videos erstellt und Fotos gemacht haben.

Eines kann ich euch versichern: die Betriebsräte der Schwelmer Brauerei stauten nicht schlecht! Trotz aller traurigen Seiten, in diesen für die Betroffenen tragischen Tagen, tat es den Menschen gut.

Ihr habt Betroffenen gezeigt, dass sie nicht alleine sind.

Ich habe es gesehen, wie aus kleinen Menschen Große wurden und aus Großen Kleine.

Aus dieser Bewegung entstand der Verein zum Erhalt der Schwelmer Brautradition.
Eine Verneigung vor allen, die an der Gründung aktiv mitgewirkt haben. Ich habe es erlebt, wie Claus mit dem Herzen und einer einmaligen Begeisterung an diese Gründung herangegangen ist.

Den Erhalt der Brauerei Schwelm haben wir leider nicht erreicht. Trotz Investoren, die an der Brauerei Schwelm interessiert waren. Man kann viel spekulieren aber es haben sich Menschen, zum Teil aus ehemaligen Mitarbeitern, zum Teil aus der Bewegung, herauskristalisiert, die eine Genossenschaft als eine gute Lösung empfunden haben.
Die Genossenschaftsgründer sind Menschen, die mit Herz und Verstand handeln, die verantwortungsbewust und keinen Träumen verfallen sind. Diese Genossenschaft ist momentan heimatlos, es gibt aber Menschen die versuchen werden, eine Heimat zu finden.

Danke an Barbara Lingnau, Dirk Podszuweit, Michael Zander, Jochen Hussong, Claus Kaiser und Nicola Maddedu für viele gemeinsame Stunden, die mit vielen kreativen Ideen erfüllt waren.

Vielen Dank an Andreas Schreiter, der als Vorsitzender des Betriebsrates an dieser Entwicklung aktiv mitgewirkt hat. Der Genossenschaft wünsche ich viel Kraft! Immer das Ziel vor Augen haben!

Ich habe sehr viele Menschen getroffen, die ich in mein weiteres Leben mitnehmen werde. Sehr gerne möchte ich mit vielen von euch Kontakt haben und es liegt mir viel daran, dass diese Freundschaften nicht wieder verwischen oder in Vergessenheit geraten.

Auf ein paar Lücken in dem Insolvenzrecht habe ich hingewiesen und wünsche mir, dass es mir gelungen ist euch zu beweisen, dass eine Bewegung viel bewegen kann.

Ich weiss, dass sich unter euch viele Freundschaften gebildet haben und das erfreut mich.
Es sind sich Menschen begegnet, deren Wege sich sonst nicht gekreuzt hätten.
Es ist wichtig nicht alles LAUTLOS hinzunehmen. Wir leben in einem demokratischen Land und diese Freiheit sollten wir wirklich nutzen. Es gibt Milionen Menschen, die Weltweit um diese Möglichkeit kämpfen und nicht selten mit dem Leben dafür bezahlen. Wir leben in einem Land, in dem man sich äussern kann und äussern soll, das ist glaube ich vielen von Euch klar geworden.

Wir wurden belächelt aber auch mit Respekt beobachtet.

Als Unternehmensberaterein gehe ich weiter – bleibe aber als Freund.

Wenn sich jemand fragt, wieso ich jetzt gehe, beantworte ich das besser jetzt gleich und ganz offen, um Spekulationen sofort aus dem Weg zu schaffen. Ich gehe, weil ich Geld verdienen muß!

Die Rechnungen, die ich für die Beratung des Betriebsrats dem Insolvenzverwalter ausgestellt habe wurden und werden nicht bezahlt.

Für die Genossenschaft habe ich ehrenamtlich gearbeitet und werde natürlich keine Rechnung stellen.

Da das Leben finanziert werden will, bin ich gezwungen weiterzugehen und mich neuen Projekten zu widmen.

Alles Liebe für euch, eure Yvonne

Anmerkung der Redaktion: Für alle, die Kontakt zu Yvonne Daniel suchen oder ihre Beratung in Anspruch nehmen möchten, der Link zu Ihrer Webseite: SOS-Betriebsrat – der Notruf für Betriebsräte und Unternehmen

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6 Antworten auf Letzte Flaschenpost von Yvonne!

  1. gabi amrhein sagt:

    du ahnst nicht, was ich fühle. da geht jemand, dessen kreativität und “die richtige idee zum richtigen zeitpunkt” ich seeeehr vermissen werde. die mit ruhe und gelassenheit die sache auf den punkt bringen kann. ich wünsche dir für deine berufliche und private zukunft viel erfolg. wer, wenn nicht du, hätte es so verdient. panta rhei..alles liebe und gute
    vor 5 Stunden · Gefällt mirGefällt mir nicht mehr · 3 PersonenWird geladen …

  2. Chapeau, Yvonne und Frank, für Euren Einsatz!
    Und danke für die Stunden, die ihr mit uns geteilt habt.
    Auf zu neuen Ufern!

  3. Brigitte Pauls sagt:

    Guten Morgen Yvonne, auch ich möchte Dir für alles was Du für uns getan hast danken und jeder von uns muss Geld verdienen .Du hast uns den richtigen Weg gezeigt und wir werden weiter kämpfen.Du bist eine sehr starke Persönlichkeit , danke das ich Dich kennen lernen durfte .Drück Dich mal ganz dolle ♥

    P.S.Ich hoffe wir sehen uns beim Gänse essen :-) )

  4. Erika Schumacher sagt:

    Es ist schön zu wissen,das du weiterhin,in unserer Nähe bist.Dann ist ja immer noch die Möglichkeit da,das man sich hin und wieder in einer gemütlichen Runde trifft. Danke Yvonne,das wir dich kennenlernen durften

  5. Dany sagt:

    Meine liebe “Seelenverwandte Schwester”. Für mich hast Du mehr als alles gegeben. So muss es sein. Die gute Seele unserer Gruppe geht, was ich sehr traurig finde, aber es gibt ja auch das eigene Leben, was bisher zu kurz kam nach 24 h Dauereinsatz für alles. Ich bin glücklich darüber, Dich und Frank gefunden zu haben, und wir bleiben sowieso in Kontakt. Es ist immer gut, Dich zu sehen und ich bin dankbar für alles, was Du getan hast. Ich kann es leider nicht in Worte packen, das wäre zu wenig. Wenn mich jemand fragt Ende des Jahres. ” Wer war ihr Mensch 2011″ ? dnn werde ich sicher sagen: “Yvonne Daniel” !

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